Brennstoffe für Holzfeuerungsanlagen – genaues Hinschauen lohnt sich!
Holzbrennstoffe weisen anders als fossile Brennstoffe eine sehr hohe Varianz auf. Während Erdgas immer nahezu gleiche verbrennungstechnische Eigenschaften hat, egal wo es gefördert wurde oder durch welche Pipeline es zu uns gelangt, gibt es bei Holzbrennstoffen erhebliche Unterschiede. Bei der Planung einer neuen Holzfeuerungsanlage ist es daher essenziell, die Anlage auf den gewünschten Brennstoff abzustimmen. Wichtig sind vor allem zwei Merkmale:
Brennstoffform: Liegt der Brennstoff in Form von Spänen, Hackschnitzeln, Briketts oder Pellets vor? Wie groß sind die Hackschnitzel? Wie fest gepresst sind die Pellets?
Material: Besteht der Brennstoff aus naturbelassenem Holz, Holzwerkstoffen, beschichtetem oder lackiertem Holz, Altholz?
NOLTING Holzfeuerungen sind für ein breites Spektrum von Brennstoffen geeignet. Jedoch muss die Anlage für den gewünschten Brennstoff ausgelegt und parametriert sein. Daher muss der Brennstoff bei der Planung eine neuen Anlage von Beginn an berücksichtigt werden.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Brennstofftypen und Ihre Verwendung in Holzfeuerungsanlagen. Ist Ihr Brennstoff nicht dabei? Wir prüfen gerne ob Ihr Brennstoff für die Verwendung in einer unserer Feuerungen in Frage kommt.
Naturbelassene Späne
Späne aus Säge-, Hobel- oder Fräsprozessen sind einer der klassischen Brennstoffe in holzverarbeitenden Betrieben. Sie sind in der Regel sehr trocken und weisen meist einen Wassergehalt von unter 10 % auf.
Durch ihre feine Struktur lassen sich Späne gut fördern und gleichmäßig verbrennen. Für diesen Brennstoff eignet sich in den meisten Fällen eine Unterschubfeuerung, die speziell auf feine und trockene Brennstoffe ausgelegt ist.
Naturbelassene Holzspäne sind gemäß der 1. BImSchV als Brennstoff der Brennstoffklasse 5 zugelassen. NOLTING entwickelt und baut seit über 80 Jahren Holzfeuerungsanlagen für holzverarbeitende Betriebe und ist auf diesen Brennstoff spezialisiert.
Naturbelassenes Hackgut
Naturbelassenes Hackgut – häufig auch als Hackschnitzel bezeichnet – wird überwiegend aus Waldrestholz oder Energieholz hergestellt und ist einer der wichtigsten Brennstoffe für mittlere und große Biomassefeuerungen.
Für die Auslegung einer Feuerungsanlage sind insbesondere Partikelgröße und Wassergehalt entscheidend. Naturbelassenes Hackgut ist in einem breiten Spektrum an Korngrößen und Wassergehalten verfügbar. NOLTING Holzfeuerungsanlagen sind für Hackschnitzel mit Wassergehalten bis 45 % (Klasse M45 nach ISO 17225-4) ausgelegt.
Für diesen Brennstoff ist in der Regel eine Vorschubrostfeuerung die optimale Lösung. NOLTING Holzfeuerungsanlagen können bei entsprechender Auslegung alle gängigen Hackschnitzelqualitäten sicher und effizient verbrennen.
Briketts aus naturbelassenem Holz
Holzbriketts werden in industriellen Betrieben häufig aus anfallenden Spänen hergestellt, um Lager- und Transportvolumen zu reduzieren. Der Zukauf von Briketts als Brennstoff ist dagegen eher selten.
Für einen zuverlässigen Betrieb sind insbesondere Form, Größe und Festigkeit der Briketts entscheidend, da sie Austragung, Brennstoffförderung und Verbrennung beeinflussen.
Briketts aus naturbelassenem Holz können problemlos in NOLTING Holzfeuerungsanlagen eingesetzt werden. Fördertechnik und Feuerung werden dabei an die jeweiligen Brennstoffeigenschaften angepasst.
Pellets aus naturbelassenem Holz
Holzpellets gehören zu den hochwertigsten biogenen Brennstoffen. Sie zeichnen sich durch einen hohen Heizwert, einen niedrigen Wassergehalt sowie einen geringen Ascheanteil aus.
Gemäß ISO 17225-2 werden Pellets in die Qualitätsklassen A1, A2 und B eingeteilt. Alle Klassen besitzen einen Wassergehalt unter 10 %, unterscheiden sich jedoch insbesondere im zulässigen Aschegehalt.
Pellets sind einfach zu lagern und zu fördern und weisen nur geringe Qualitätsschwankungen auf. NOLTING Holzfeuerungsanlagen können naturbelassene Holzpellets zuverlässig und effizient einsetzen.
Späne aus Holzwerkstoffen
Bei der Bearbeitung von Holzwerkstoffen wie Spanplatten, MDF oder OSB entstehen häufig Späne, die energetisch genutzt werden können.
Im Unterschied zu naturbelassenem Holz enthalten Holzwerkstoffe Leime, Klebstoffe oder Beschichtungen. Dadurch können niedrigere Ascheschmelzpunkte auftreten, die zu Schlackebildung führen. Zudem enthalten viele Holzwerkstoffe erhöhte Stickstoffgehalte, die höhere NOₓ-Emissionen verursachen können.
Brennstoffe aus Holzwerstoffen fallen unter die Brennstoffklassen 6 und 7 der 1. BImSchV. Viele Hersteller von Feuerungsanlagen schließen diese Brennstoffklassen aus. NOLTING ist hingegen seit über 80 Jahren auf die Verbrennung von Holzwerkstoffen spezialisiert und verfügt über über geeignete Feuerungskonzepte für diese Brennstoffe.
Hackgut aus Holzwerkstoffen
Hackgut aus Holzwerkstoffen entsteht häufig durch das Zerkleinern von Produktionsresten in holzverarbeitenden Betrieben. Im Gegensatz zu Waldhackschnitzeln ist dieser Brennstoff meist nicht nach ISO 17225 klassifiziert.
Neben der Partikelgröße bestimmt insbesondere der Anteil an Leimen, Beschichtungen und anderen Bindemitteln das Verbrennungsverhalten. Diese können Schlackebildung fördern und den Stickstoffgehalt des Brennstoffs erhöhen.
Für diesen Brennstoff wird üblicherweise eine Vorschubrostfeuerung eingesetzt. NOLTING Holzfeuerungsanlagen sind für die Verbrennung von Hackgut aus Holzwerkstoffen ausgelegt und können durch geeignete Feuerungstechnik auch anspruchsvolle Brennstoffe sicher nutzen.
Briketts aus Holzwerkstoffen
Briketts aus Holzwerkstoffen werden meist aus anfallenden Produktionsspänen hergestellt und dienen vor allem der platzsparenden Lagerung und dem einfachen Transport.
Neben Form, Größe und Festigkeit bestimmen insbesondere die im Brennstoff enthaltenen Leime, Klebstoffe und Beschichtungen das Verbrennungsverhalten. Dadurch gelten dieselben verbrennungstechnischen Anforderungen wie für Späne oder Hackgut aus Holzwerkstoffen.
NOLTING Holzfeuerungsanlagen können auch diese Brennstoffe sicher einsetzen. Austragung, Brennstoffförderung und Feuerung werden dabei an die jeweiligen Brennstoffeigenschaften angepasst.
Pellets aus Holzwerkstoffen
Pellets aus Holzwerkstoffen sind am Markt nur selten anzutreffen und werden bislang kaum industriell eingesetzt.
Grundsätzlich können auch solche Brennstoffe in NOLTING Holzfeuerungsanlagen genutzt werden. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Materialzusammensetzung sollte jedoch vorab geprüft werden, ob die Brennstoffe für den jeweiligen Anwendungsfall geeignet sind.
Altholz-Hackgut
Altholz ist insbesondere in Regionen mit geringem Waldanteil ein wirtschaftlich attraktiver Brennstoff. Es wird gemäß der Altholzverordnung in die Klassen A I bis A IV eingeteilt.
In NOLTING Holzfeuerungsanlagen können Althölzer der Klassen A I und A II eingesetzt werden. Für die Verbrennung von A III- und A IV-Altholz sind zusätzliche immissionsschutzrechtliche Genehmigungen erforderlich.
Eine Besonderheit von Altholz sind Fremdkörper wie Nägel, Schrauben oder Beschläge, die sich oft nicht vollständig entfernen lassen. Diese können Verschleiß verursachen oder die Brennstoffförderung und Entaschung beeinträchtigen und sollten daher bereits bei der Anlagenplanung berücksichtigt werden.
B-Pellets bzw. Industriepellets
Pellets der Qualitätsklasse B nach ISO 17225-2 sowie sogenannte Industriepellets können Anteile von chemisch unbehandeltem Altholz enthalten.
Im Vergleich zu Pellets der Klassen A1 und A2 weisen sie häufig höhere Aschegehalte auf und unterscheiden sich teilweise in Festigkeit, Durchmesser oder Länge. Dadurch können Verbrennungsverhalten und Ascheanfall stärker variieren.
Grundsätzlich können B-Pellets und Industriepellets in NOLTING Holzfeuerungsanlagen eingesetzt werden. Aufgrund der teilweise erheblichen Qualitätsunterschiede sollte die Brennstoffzusammensetzung jedoch vorab geprüft werden.
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- 1 Naturbelassene Späne
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- 10 B-Pellets bzw. Industriepellets
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