Einsatzbereich LCS-RU
| Leistungsbereich | 215 – 1300 kW |
| Brennstoffe | Trockene Säge- und Fräßspäne, Pellets, Briketts |
| Branchen | Holzverarbeitung, kommunale Wärmeversorgung |
| Brennstoff-Wassergehalt | M10 – M30 |
| Leistungsmodulation | 30 – 100% |
| Max. Betriebsdruck | 4 bar (ü), 6 bar (ü) optional |
LCS-RU – Aufbau und Funktionsweise
Stokerschnecke
Die Stokerschnecke beschickt die Unterschubmulde mit Brennstoff. Durch den Einsatz von hitzebeständigem Edelstahl wird Verschleiß minimiert.
Unterschubmulde
In der Unterschubmulde erfolgt die Umsetzung des Brennstoffs im Festbett. Durch die gezielte Zuführung von Primärluft werden optimale Bedingungen für Trocknung, Entgasung und Ausbrand geschaffen. Dies sorgt für eine gleichmäßige Verbrennung und bildet die Grundlage für einen hohen Wirkungsgrad und niedrige Emissionen. Aufgrund ihrer Bauweise eignet sich die Unterschubmulde besonders für feine und trockene Brennstoffe mit guten Fließeigenschaften
Roststäbe und Primärluftdüsen
Die primäre Verbrennungsluft wird durch Düsen in den speziell geformten Roststäben der Unterschubmulde zugeführt. Diese sorgen für eine optimale Durchströmung des Brennstoffs mit Verbrennungsluft und somit optimalen Ausbrand.
Sekundärluftzone
In der Sekundärluftzone werden die bei der Entgasung des Brennstoffs freigesetzten Brenngase vollständig verbrannt. Die gezielt angeordneten Sekundärluftdüsen sorgen für eine intensive Durchmischung von Brenngasen und Verbrennungsluft. Dies gewährleistet einen hohen Wirkungsgrad sowie niedrige CO- und Staubemissionen.
Schamottierung
Die Schamottierung isoliert den Feuerraum, und sorgt so dafür, dass die für die Verbrennung benötigten hohen Feuerraumtemperaturen erreicht werden.
Rückstrahlungsgewölbe
Das Rückstrahlungsgewölbe trennt den Feuerraum vom ersten Zug des Wärmetauschers und sorgt zusammen mit der Schamottierung für eine ausreichend hohe Feuerraumtemperatur.
Entaschungsschnecke Feurraum
Die Feuerraumentaschungsschnecke fördert die in der Unterschubmulde anfallende Asche aus Feuerraum in einen geeigneten Aschecontainer. Der Einsatz von hitzebständigem Edelstahl minimiert dabei den Verschleiß.
Revisionstür
Die Revisionstür bietet Zugang zum Feuerraum für Reinigung uns Wartung. Ein Schauglas ermöglicht den Blick in den Feuerraum auch bei geschlossener Tür.
Schauglas
Ein Schauglas ermöglicht einen Blick in den Feuerraum. Eine Beobachtung des Flammenbilds im Feuerraum ist essenziell um die Verbrennung optimal einzustellen.
Wärmetauscher mit Turbulatoren
Der dreizügige Wärmetauscher überträgt die Verbrennungswärme an das Heizungswasser. Turbulatoren (Spiralbleche) in den Rauchgaszügen sorgen dabei für einen optimalen Wirkungsgrad.
Wärmetauscherabreinigung
Die Turbulatoren in den Rauchgaszügen eröglichen zugleich die druckluftfreie Abreinigung des Wärmetauschers. Hierzu werden die Turbulatoren über Zahnräder angetrieben und arbeiten so wie Förderschnecken, die die Wärmetauscherasche aus den Wärmetauscherohren zur Entaschungsschnecke fördern.
Entaschungsschnecke Wämetauscher
Die Entaschungsschnecke im Wärmetauscher fördert die Wärmetauscherasche aus dem Wärmetauscher heraus. Diese kann dann mit der Rostasche zusammengeführt und in einem Aschecontainer gesammelt werden.
Vorlauf-Anschluss
Rauchgasstutzen
Das austretende Rauchgas wird ggf. über geeignete Feinstaubfilter (bspw. einen NOLTING NGFL) und Abgaswärmetauscher zum Kamin geleitet.
Reinigungsöffnung
Durch die Reinigungsöffnung können Ascheablagerungen auf dem Gewölbe entfernt werden.
Infos anzeigen
- 1 Stokerschnecke
- 2 Unterschubmulde
- 3 Roststäbe und Primärluftdüsen
- 4 Sekundärluftzone
- 5 Schamottierung
- 6 Rückstrahlungsgewölbe
- 7 Entaschungsschnecke Feurraum
- 8 Revisionstür
- 9 Schauglas
- 10 Wärmetauscher mit Turbulatoren
- 11 Wärmetauscherabreinigung
- 12 Entaschungsschnecke Wämetauscher
- 13 Vorlauf-Anschluss
- 14 Rauchgasstutzen
- 15 Reinigungsöffnung
Hauptmaße
| Kesseltyp LCS-RU | Nennleistung in kW | Länge in mm | Breite in mm | Höhe in mm | Leergewicht in kg |
|---|---|---|---|---|---|
| 215/270 | 270 | 2020 | 1395 | 2060 | 3500 |
| 300/350 | 350 | 2300 | 1510 | 2180 | 3950 |
| 400/450 | 450 | 2300 | 1510 | 2375 | 4910 |
| 520/600 | 600 | 2570 | 1510 | 2930 | 7130 |
| 650/785 | 785 | 2920 | 1640 | 3290 | 9360 |
| 875/1050 | 1050 | 2920 | 1840 | 3530 | 10740 |
| 1150/1300 | 1300 | 3740 | 1840 | 3630 | 14950 |
Der LCS-RU von Nolting – die bewährte Holzfeuerungslösung für feinkörnige, trockene Brennstoffe
Der Holzkessel mit Unterschubfeuerung von NOLTING LCS-RU bietet eine robuste und bewährte Feuerungslösung für feinkörnige und trockene Brennstoffe. Besonders für Fräß-, Säge- oder Hobelspäne aus der Holzverarbeitung ist dieser Feuerungstyp hervorragend geeignet. Aber auch Pellets oder zu Briketts gepresste Späne lassen sich im LCS-RU optimal verwerten. Die Unterschubfeuerung zeichnet sich gegenüber der Vorschubrostfeuerung durch etwas geringere Anschaffungskosten, sowie einen geringeren Verschleiß aus, da die Unterschubfeuerung ohne bewegte Teile im Feuerraum auskommt. Bei Brennstoffen mit einem Wassergehalt >30%, bei schlackenden Brennstoffen oder bei sehr grobkörnigen Brennstoffen kommt die Unterschubfeuerung jedoch an Ihre Grenzen. In diesem Fällen ist eine Vorschubrostfeuerung dann meist die richtige Wahl.
Praxisbeispiele
FAQ
Hier finden Sie antworten auf die häufigsten Fragen rund um unsere Holzfeuerungsanlagen
Welcher Kesseltyp ist der richtige für meine Anwendung?
Die Auswahl des richtigen Kessels hängt vor allem vom verwendeten Brennstoff, wie auch von der Kesselgröße ab. Vereinfacht gesagt ist eine Unterschubfeuerung für feine, trockene Brennstoffe mit geringer Schlackeneigung die richtige Wahl. Bei grobkörnigen, feuchten, oder zu Schlacke neigenden Brennstoffen ist die Vorschubrostfeuerung überlegen. Ebenso kommt die Unterschubfeuerung bei Leistungen über 1300kW an ihre feuerungstechnischen Grenzen. Grundsätzlich sollte der Kesselauswahl jedoch eine umfassende Beratung erfolgen, ggf. unterstützt durch eine chemische Brennstoffanalyse. Sprechen Sie uns gerne an!
Sind NOLTING Kessel für meinen Brennstoff geeignet?
Die Kessel der LCS-R Baureihe von NOLTING wurden für ein breites Brennstoffspektrum entwickelt. Insbesondere sind die LCS-R Kessel auch zur Verbrennung von Bearbeitungsresten aus der Holzverarbeitung geeignet, die in die Brennstoffklassen 6 und 7 der 1. BImSchV fallen. In der mehr als 80-jährigen Zusammenarbeit mit Holzverarbeitenden betrieben wurden die Kessel auf diese Brennstoffe optimiert. Aber auch Waldhackgut bis M45 und Altholz der Altholzklassen A I und A II können im LCS-R verwertet werden. Allerdings weisen sowohl naturbelassenes Holz und insbesondere Holzwerkstoffe eine hohe Varianz auf. Daher sollte jeder Brennstoff vor dem Einsatz auf seine Eignung überprüft werden.
Wann sollte ich mit der Planung einer neuen Holzfeuerungsanlage beginnen?
Die initialen Planungen für die Anlage sollten ca. ein Jahr vor der geplanten Inbetriebnahme begonnen werden. Als erstes muss geklärt werden, ob der vorhandene Heizraum ausreichend Platz für die neue Anlage bietet, oder ob bauliche Arbeiten notwendig sind. Ebenso sollte frühzeitig geklärt werden, welche Genehmigungen notwendig und welche Förderungen möglich sind, da die notwendigen Vorbereitungen dafür häufig längere Vorlaufzeiten haben. Dabei ist es wichtig, den Anlagenhersteller möglichst frühzeitig mit ins Boot zu nehmen. In frühzeitigen Planungsgesprächen vor Ort können häufig intelligente technische Lösungen gefunden und so unnötige Kosten vermieden werden.
Wird die Anschaffung einer neuen NOLTING Holzfeuerungsanlage gefördert?
Ja, alle unsere Kessel erfüllen die Förderkriterien des Bafa und sind damit in allen gängigen Förderprogrammen förderfähig. Die Landschaft der existierenden Förderprogramme ändert sich dabei regelmäßig. Neben den verschiedenen Förderprogrammen auf Bundesebene gibt es häufig auch landesspezifische oder regionale Förderprogramme. Um die existierenden Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen, sollte unbedingt ein Energieberater hinzugezogen werden. Wir arbeiten seit vielen Jahren mit verschiedenen Energieberatern zusammen, die sich auf die Förderung von Holzfeuerungsanlagen spezialisiert haben, und stellen gerne einen passenden Kontakt her.
Mein Wärmebedarf ist größer als 2400 kW. Kann NOLTING trotzdem eine Lösung anbieten?
Ja, in einer Anlage können problemlos mehrere Kessel parallel betrieben werden. Je nach Anwendungsfall hat dies sogar wichtige Vorteile: So muss in einer Doppelkesselanlage beispielsweise jeder einzelne Kessel weniger stark modulieren und kommt mit weniger Lastzyklen aus. Dies verringert den Verschleiß und erhöht die Standzeit der Kessel. Ebenso kann während der Wartung des einen Kessels der andere weiterlaufen, so dass die Wärmeversorgung währen der Wartung nicht unterbrochen wird.
Können wir Ihnen weiterhelfen?
Gerne doch!
Sie planen eine neue Holzfeuerungsanlage oder haben Fragen zu unseren Produkten? Wir beraten Sie gerne!
+49 5231 9555-0